Etwa 1.500 Autobusfahrgäste und 5.000 Bahnkunden benutzen täglich den Bahnhofplatz. Es sind auch sehr viele Fußgänger auf dem Bahnhofplatz unterwegs. Neben dem Bahnhof und dem Busbahnhof werden das Postamt, das Betriebsgebäude der Telekom, das Lagerhaus, ein Gastronomiebetrieb, eine Augenarztpraxis, mehrere Geschäfte, sowie Wohnhäuser über diesen Platz erschlossen. Zusätzlich treffen am Bahnhofplatz drei Straßen mit hoher Verkehrsfrequenz zusammen. Zwei dieser einmündenden Straßen sind Landesstraßen. Diese Kreuzung ist in den letzten Jahren leider als Unfallhäufigkeitspunkt auffällig geworden.
Aus diesem Grund hat die Stadtgemeinde Hollabrunn und das Land NÖ Überlegungen zur Hebung der Verkehrssicherheit angestrengt. Nach eingehender Prüfung wurde entschieden, die Kreuzung als Kreisverkehr auszuführen. Bei der Entscheidungsfindung war immer wieder die Bevölkerung eingebunden. Wegen der örtlichen Situation war jedoch nur die Errichtung eines Mini-Kreisverkehrs möglich. Ein Mini-Kreisverkehr unterscheidet sich gegenüber den gewohnten Kreisverkehren durch die überfahrbare Mittelinsel und Fahrbahnteiler. Obwohl bauliche keine Barriere vorhanden ist, wird durch die unterschiedliche Form und Oberfläche der Fahrbahn eine Regelung der Fahrspuren erreicht.
Mit dem Umbau des Bahnhofplatzes wurde die Nahverkehrsinfrastruktur durch die Sanierung dieser zentralen Umsteigestelle verbessert. Eine großzügige zentrale Wartefläche für Autobusfahrgäste steht hinkünftig zur Verfügung. Dieser Wartebereich erhielt eine Überdachung und kann gleichzeitig von 6 Autobussen bedient werden.
Vor dem Bahnhofsgebäude mit der Wartehalle wurden zwei weitere Autobushaltestellen errichtet. Damit diese beiden Haltestellen im Linienbetrieb bedient werden können, musste eine Autobuswendeschleife nördlich des Bahnhofplatzes errichtet werden.
Im Rahmen der NÖ Stadterneuerung wurden rund 160 SchülerInnen zu ihren Bedürfnissen mittels Fragebogen befragt. Dabei stellte sich heraus dass die SchülerInnen bis zu einer Stunde am Bahnhofsplatz verbringen. Ausreichend Sitzgelegenheiten und eine Überdachung des Platzes wurden als unbedingt notwendig befunden.
Daher wurde die ursprüngliche Planung verworfen, welche die Errichtung eines Imbissstandes und WC-Anlagen beinhaltete. Im Jänner 2010 hat die ÖBB in der Wartehalle einen Bahnshop eröffnet, welche den Bedarf eines Imbissstandes ebenfalls nicht mehr notwendig erscheinen lässt. Weiters sind im Bahnhofsgebäude die WC-Anlagen wieder für Bahnkunden zugänglich gemacht worden. Neben der Möblierung und einem Windschutz ist auch die Montage von Informationsmonitoren geplant. Diese sollen Auskunft über Ankunfts- bzw. Abfahrtszeiten der Züge und Autobusse geben.
Zur Steigerung des Radverkehrs wurden zusätzliche überdachte Radabstellanlagen und versperrbare Helmboxen aufgestellt. Zusätzlich wurde noch ein Platz für die Errichtung einer Next-Bike-Anlage vorgesehen, welcher nach Wunsch der Stadtgemeinde Hollabrunn 2011 eingerichtet werden soll.
Die Straßen- und Verkehrsplanung wurde von Dipl.Ing. Prem aus Herzogenburg durchgeführt. Die architektonische Gestaltung erfolgte durch Dipl.Ing. Maurer aus Hollabrunn.




