Die Wahrheit über den Wald

Infame Verunsicherungskampagne der SPÖ

In der Sitzung des Gemeinderates vom 29. März ist mit den Stimmen der ÖVP ein umfangreicher Grundtausch mit der Forstverwaltung Schönborn bzw. deren Johann-Philipp-Stiftung beschlossen worden. Der gemeindeeigene Kirchenwald, das beliebteste Naherholungsziel der Hollabrunner Bevölkerung, konnte damit um ca. 14 ha erweitert werden.

Im Abtausch mit diesen in unmittelbarer Stadtnähe gelegenen Flächen wurden insgesamt ca. 7 ha Wald, 2 ha Acker und 5 ha Forstwege an die Johann-Philipp-Stiftung abgetreten. Selbstverständlich sind diese Wanderwege weiterhin im selben Ausmaß frei benützbar, wie sie es auch bisher in jenen Bereichen gewesen sind, die Teile des Schönborn-Waldes waren bzw. weiterhin sind.

Nutzungsrecht gesetzlich geregelt

Dies ist ja auch im § 33 des Forstgesetzes ausdrücklich geregelt: „Jedermann darf (…) Wald zu Erholungszwecken betreten und sich dort aufhalten“ – also ohne jede Einschränkung wandern, Nordic Walken, joggen und auch langlaufen. Lediglich Fahren und Reiten sind an die Zustimmung des Eigentümers gebunden.

Wenn also SPÖ-Listenführer Gössl tönt: „Die Hollabrunner werden vom Wald ausgesperrt“, so ist das schlicht und ergreifend die Unwahrheit. „Ich verwahre mich entschieden gegen die infame Panikmache, die von der SPÖ in dieser Sache betrieben wird“, spricht Bürgermeister Bernreiter Klartext. „Entweder tut sie das, weil sie sich mit der Materie nicht auskennt, oder sie tut es wider besseres Wissen, um die Bevölkerung in dieser sensiblen Frage vorsätzlich zu verunsichern.“

SPÖ ursprünglich nicht dagegen

Die für den Grundstückstausch relevanten Flächenwidmungspläne sind ordnungsgemäß seit Jänner öffentlich zur Einsichtnahme aufgelegen. In der Sitzung des Liegenschaftsausschusses am 1. Februar, wo dieses Vorhaben ausführlich besprochen wurde, haben die Vertreter der SPÖ (StR Schieder, GR Strobach) keinerlei Einwände oder Änderungsvorschläge vorgebracht und dem Projekt schweigend zugestimmt.

Erst in den öffentlichen Gemeinderatssitzungen vom 22. und 29. März – vor Publikum und Presse – hat man sich entschieden, dagegen zu sein und medienwirksam die Ängste der Bevölkerung zu schüren. Im Internet versteigt sich die SPÖ sogar zur atemberaubenden Falschaussage, dass man mit einer Besitzstörungsklage rechnen müsse, wenn man diese Wege benützt. „Kreisky würde sich im Grab umdrehen“, schüttelt ÖVP-Clubobmann StR Markus Ganzberger ob dieser blamablen Unwissenheit den Kopf. „Das Gesetz zur freien Nutzung des Waldes für Erholungszwecke stammt aus seiner Ära.“

Naherholungsraum erweitert

Bereits im Jahr 2002 wurden im Hollabrunner Wald Wanderwege eingerichtet, die größtenteils über Privateigentum der Johann-Philipp-Stiftung verlaufen. Dieser Vertrag wurde über zehn Jahre errichtet und nun im Zuge dieses Grundtausches um weitere zehn Jahre verlängert. Zusätzlich wurde vereinbart, im Anschluss an die bereits bestehende Radroute eine neue Mountainbikestrecke zu schaffen, die von Kleinstetteldorf über Mariathal zum Aussichtsturm und weiter zum Hubertusdenkmal führen wird.

Durch die Erweiterung des Kirchenwaldes liegt nun auch der gesamte Fitnessparcours auf Gemeindegrund, was dessen Ausbau und die Schaffung weiterer Freizeiteinrichtungen wesentlich vereinfacht. „Die Attraktivität des Kirchenwaldes und sein Erholungswert für die Bevölkerung steigen beträchtlich“, betont Bürgermeister Bernreiter. „Gleichzeitig wird mit der Arrondierung der Flächen auch die forstwirtschaftliche Nutzung durch die Gutsverwaltung Schönborn verbessert, ohne dass dadurch private Interessen oder auch Jagdberechtigungen beeinträchtigt würden.“

Hochwasserschutz in Raschala

Im Zuge dieses Grundtausches konnte die Stadtgemeinde auch eine Ackerfläche in Raschala erwerben, die für die Errichtung des dringend erforderlichen Rückhaltebeckens am östlichen Ortsende benötigt wird. „Damit können wir dieses Vorhaben in die Tat umsetzen und die Bevölkerung vor der Hochwassergefahr effizient schützen“, erläutert der für Immobilien zuständige Stadtrat Ing. Günter Schnötzinger.