Der andere Teil des Angebotes betrifft die freie Wirtschaft, wenn es sich etwa um Jugendlokale, Diskotheken, Kino oder ähnliches handelt. Es ist weder die Aufgabe einer Gemeinde, solche Unternehmen zu betreiben, noch ist es verantwortlich, mit öffentlichen Geldern in Mitbewerberschaft mit potentiellen Privatunternehmern zu treten.
Das bedeutet natürlich nicht, dass die Stadtgemeinde nicht daran arbeitet, verbesserte Rahmenbedingungen für die Ansiedlung von Betrieben mit Zielgruppe Jugend zu schaffen.
„Bevor man Geld in die Hand nimmt, müssen erst die Bedürfnisse und Vorstellungen der jungen Konsumenten bekannt sein. Deshalb hat die Gemeinde kürzlich eine Sozialraumstudie in diese Richtung in Auftrag gegeben. Es geht nicht darum, bloß anlassbedingt punktuelle Forderungen hinaus zu posaunen, wie dies Jugendvertreter der SPÖ gerade tun, sondern um nachhaltige, überlegte Lösungen!“ betont Bürgermeister Bernreiter.
Der Gemeindepolitik vorzuwerfen, dass der „Alte Schlachthof“, bzw. die darin vertretenen Vereine nur wenig Unterstützung durch die Gemeinde erhalten, zeugt von Unwissenheit oder Kurzzeitgedächtnis. Die Tatsache, dass dieses Gebäude nach seiner Schließung als Schlachthof nicht abgerissen wurde, sondern im Zuge der Stadterneuerung in ein „Vereinshaus“ auch mit vielen Möglichkeiten für Jugendliche umgebaut wurde, ist der damaligen ÖVP-Stadtführung zuzuschreiben. Das Gespräch mit den ansässigen Vereinen im Schlachthof, besonders mit dem Verein zur Förderung regional kultureller Vielfalt, hat Bürgermeister Bernreiter schon vor längerem gesucht und dabei eben jenen Konsens erreicht, der jetzt auch regelmäßige Clubbings in den Räumlichkeiten möglich werden ließ!
Wo die Gemeinde Möglichkeiten hat, das Angebot für die Jugend zu verbessern, dort nimmt sie diese Verantwortung auch wahr. Mit der Forderung nach mehr Freizeitangebot sind hoffentlich nicht nur mehr Beisln und Bars gemeint. Jene die jetzt nur allgemein fordern und schreien, mögen auch einmal konkrete Ideen sowie finanzier- und durchführbare Konzepte einbringen.




